Es war ein rauschendes Fest, der gesamte Senat mit Familienangehörigen war geladen. Aber diese zum Teil griesgrämigen, alten Rechtsverdreher und stoischen Speichellecker, fanden keinen Gefallen am Sieg ihres Kaisers in der Arena.
Lucius Aelius Commodus war seit drei Jahren an der Macht und im Gegensatz zu seinem Vater, Marcus Aurelius, ein Kämpfer in der Arena und kein Philosoph. Er genoss lieber das Leben und wollte seinem Volk und seinen Vasallen keine zusätzlichen Kriege zumuten. Sein Vater tat dies, obwohl sein Vater als friedfertig in der Gesellschaft geachtet wurde, verbrachte Marcus mehr Zeit im Krieg, statt im Frieden. Kaiser Commodus verdarb der Anblick der Senatoren die Stimmung… Bis auf den kurzen Blickkontakt mit Julia Prudencia.
Er, Commodus, hatte seit einigen Wochen eine Affäre mit der Tochter des strengen Senators Claudius Prudencia und sie war auch heute Abend sein Lichtblick.
Commodus gab seinem Kammerdiener Order, Julia in sein privates Schlafgemach bringen zu lassen. Was der Kaiser befahl geschah.

Julia wurde vom Kammerdiener diskret angesprochen. Sie stutzte und fragte sich: „Weshalb will Lucius mich nun in seinem persönlichen Gemach empfangen? Wir hatten ausgemacht, dass niemand von uns erfährt, so bekommt der ganze Hof mit, dass wir ein Verhältnis haben.“ Sie sah sich um und hoffte dass die Häscher von Lucius Schwester nicht bemerkten, wie der Kammerdiener des Kaisers mit ihr flüsterte. „Sag, wie komme ich dort hin?“ Fragte Julia den Diener und dieser meinte: „Folgt mir auf Abstand, verehrte Domina Prudencia.“

Sie tat wie ihr geheißen. In seinem Gemach hatte Lucius Aelius Commodus Blütenblätter von Duftrosen verstreuen lassen. Ein Leibdiener hatte ihm mit der offiziellen Toga geholfen und nun schritt er ungeduldig, sowie nervös auf und ab.
Plötzlich stand sie da, kaum war im matten Schein der Öllämpchen die schmale Silhouette von Julia zu erkennen, dennoch hatte sie eine unverkennbare Persönlichkeit und mit fester Stimme sprach sie: „Mein Kaiser hat mich rufen lassen?“ Lucius eilte auf sie zu und nahm ihre in seine Hände: „Bitte vergiss die Förmlichkeiten und schenke mir Zeit mit dir! Deine Aufmerksamkeit heilt alle Wunden, welche je geschlagen wurden.“ Der Kaiser küsste zaghaft die Tochter des Senators und sie erwiderte feurig. „Warum tust du dir nur immer wieder die Arena an, Lucius? Heute blieb mir mehrere Male das Herz stehen. Vater schimpft immer, dass du im Audienzsaal zu sitzen hättest und nicht verschwitzt im Sand der Arena.“ „Du hast dich eben verraten, Julia, aber dies lässt mich jubeln. Du hattest also Angst um deinen Kaiser?“ Forschte Lucius nach und sie erklärte: „Nein, nicht um den Kaiser, viel mehr um den Mann dahinter. Lucius, ich liebe dich und du gefährdest nicht nur deinen Ruf, sondern auch dein Leben. Zudem spinnt deine Schwester eine gemeine Intrige mit einigen Senatoren gegen dich.“ Er nahm sie mit Schwung auf seine starken Arme und trug sie zum Bett und während er ihr erzählte warum, weshalb und wieso er handelt, wie er handelt, öffnete Lucius die goldenen Gewandspangen an Julias Schultern. Mit seinen Lippen liebkoste Lucius ihre Schultern und Julias Hände öffneten währenddessen die Spangen seiner Toga. Er bedeckte ihre straffe Bauchdecke mit einer Vielzahl kleiner Küsse, um wenig später sich an ihren süßen Knospen zu laben. Allerdings änderte sie seine wohl überlegten Pläne und brachte ihn mit einer schnellen Aktion unter sich. Überrascht sah er ihr ins Gesicht, ihr Blick war gebieterisch. Julia beugte sich vor und über ihn, sie küsste die beiden kräftigen Halsmuskeln und nagte mit den Zähnen an ihnen. Ihr Mund besuchte die linke und seine rechte Brust, Julias Lippen nippten an Lucius Bauchmuskeln, während ihre Hände seine kräftige Männerbrust streichelten.
Kurz richtete sich Julia auf, um den letzten Stoff zu entfernen, welchen die Haut der beiden trennte und ihr warmer Mund begrüßte seine pralle, aufgerichtete Männlichkeit. Lucius bäumte sich auf und zeitgleich verfiel er der schweren Lust. Er wollte das Spiel von Julias Zunge nicht beenden, aber seine Begierde verlangte es von ihm. Sein Wille war stärker, als sein schwaches Fleisch und sanft begehrte Lucius auf. Julia ließ sofort ab von ihm und er kniete sich vor dem Bett vor sie hin: „Geliebte Julia, du gleichst einer Göttin und bringst mich um den Verstand, lass mich dein Sklave sein! Nur Gutes will ich dir tun. Dich verwöhnen und dir dienen. Bitte lass mich dir dienen!“ Julia willigte ein. Lucius hatte aus dem fernen Orient einen reinen, scharlachroten Seidenschal, wie ihn reiche Römerinnen zur Hochzeit trugen und diesen machte er Julia zum Geschenk, dann verband Lucius ihr mit dem Schal die Augen.
„Du sollst nur fühlen und dich treiben lassen!“ Erinnerte Lucius erneut seine Julia, dann streichelte und küsste er nahezu alle Stellen freier Haut und widmete sich ausführlich ihrer Weiblichkeit. Sie bebte unter seinen Zugenschlägen und seine Finger fanden den Weg in ihre warme Weichheit. Lucius stand selbst ganz in Flammen, seine Männlichkeit war schmerzhaft erregt, aber er wollte in Julia explodieren. Er fühlte dass sich Julia zügelte und meinte: „Nein Geliebte lass los und komm für mich!“ Dann fuhr er mit seinem Tun fort und sie wurde von einem Sturm der Wollust heimgesucht, der Orgasmus war sehr stark. Der Kaiser der ihr Sklave sein wollte war von Stolz erfüllt. Lucius nahm Julia den Schal von den Augen und als sie mehr Luft hatte, legte er sich neben sie und führte ihre Hand an seine harte, heiße Männlichkeit. Sie drückten ihre Leiber aneinander und saßen sich küssend auf. Lucius hob Julia über sich, so dass sie im Lotussitz ineinander fanden. Sie hielten sich aneinander fest und sahen sich tief in die Augen, als sie den gemeinsamen Höhepunkt hatten. Julia konnte noch lange seine pulsierende Männlichkeit spüren, ebenso wie er ihre starken Kontraktionen.
Irgendwann fielen die Liebenden im Bett zur Seite und glücklich schliefen sie bis zum nächsten Morgen.
Julia lag auf ihrer rechten Seite in dem Prunkbett und sah eben die Sonne aufgehen. Ein schwerer Arm lag über ihrem Leib und ein Kuss liebkoste ihren Nacken.
„Ich sollte gehen, mein Kaiser. Der neue Tag fängt an und mein Vater weiß nun sicherlich, dass ich deine Mätrese bin.“
„Nein, du bist die Frau, welche ich ehelichen wollte, wäre ich nicht Kaiser. Nie wirst du meine Mätrese sein. Du bist von natürlichem Adel und du stehst immer unter meinem Schutz. Wir genießen die Zeit, welche uns die Götter gönnen und danach sollst du Land erhalten und lebenslanger Schutz, Julia Prudencia.“

©Nicole Maier

Foto: Der Spiegel